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07.07.2016
Bürgerstiftung Bruchsal unterstützt frühzeitige Sprachförderung im Kindergarten

Von: art

"Sprechen lernt man durch sprechen"

"Frühzeitige Sprachförderung ist wichtig", sagt Spracherzieherin Petra Bittmann, die wöchentlich in den evangelischen Kindergarten "Zum guten Hirten" nach Heidelsheim kommt, um Kinder beim Sprechen lernen zu unterstützen. "Je früher man Kindern hilft, um so leichter fällt es ihnen." Durch den Kostendruck hat man die Sprachförderung seit einiger Zeit auf die Vorschulkinder im Kindergarten beschränkt.

 

Sprachförderung - so früh wie möglich

 

Dem will die Bürgerstiftung Bruchsal entgegenwirken und fördert deshalb die Sprachförderung bereits vor diesem Alter gemeinsam mit dem Träger. "Sprechen können, sich mitteilen und verstanden werden, ist eine der wichtigsten Fähigkeiten des Menschen", sagt Gilbert Bürk, Vorstand der Bürgerstiftung. "Deswegen sollte die Sprachförderung sofort einsetzen, wenn man im Kindergarten die Notwendigkeit erkennt." Bürk hat sich kürzlich von der Effizienz der Sprachförderung überzeugt bei einem Besuch im Kindergarten "Zum guten Hirten". Als Vorstand der Bürgerstiftung hat er persönlich stets ein Auge darauf, dass die Stiftungs- und Spendenmittel immer zielgerichtet eingesetzt sind. Die Sprachförderung in den Kindergärten, auch die frühzeitige, ist kostenlos und erfolgt in Kleingruppen.

 

Sprachförderung ist mehr als Sprechen lernen

 

Dabei geht es nicht um Sprechübungen und das Trainieren bestimmter Laute, sondern Sprachförderung ist wesentlich umfassender. Petra Bittmann hat in der Fachschule für Sozialpädagogik Sancta Maria eine eigene Zusatzausbildung absolviert und kann sehr kreativ mit den Kindern umgehen. In der Gruppe liest sie zusammen mit den Kindern Bilderbücher. Sie stellt Fragen zur Geschichte, die die Kinder dann beantworten. Die Fragen verknüpft sie mit Bewegung, wenn die Kinder laufen und springen müssen, um sich die Fragen zu holen. Auch Ballspiele gehören dazu, bei denen man sich bestimmte Sätze immer wieder zuruft. Und natürlich Lieder.

 

Singen, vorlesen, Ball spielen

 

"Mit Musik und gereimten Sätzen kann man sich vieles leichter merken", sagt Bittmann "und man wird locker dabei." Die Spiele fordern die Motorik und die gegenseitige Aufmerksamkeit. In die Sprachförderung sind auch die Eltern eingebunden. "Wir wollen die Eltern motivieren, dass sie ihre Kinder im Alltag mit der Sprache begleiten", sagt Elke Thomas, die Kindergartenleiterin. Denn Sprache lernen sei das beste Beispiel für "Learning by doing" - So geschieht Sprachförderung ganz nebenbei, im normalen Umgang. Doch den muss man eben auch pflegen.

 

 

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