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13.12.2015
Heidelsheim: Sanierter Torturm mit Stadtmauer konnte der Öffentlichkeit übergeben werden

Von: art

"Facelifting" dank Bürgerstiftung

Wenn man in früheren Zeiten das Stadttor übergab, dann war das ein Zeichen der Kapitulation. Als Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick das Stadttor mit Torturm und Stadtmauer nach langer Sanierungszeit der Öffentlichkeit übergab, war das ein Grund zur Freude. War es doch das Ende eines langen Bemühens um das Schmuckstück, Fotomotiv und Wahrzeichen von Heidelsheim. Es hatte vor mehr als zehn Jahren mit dem Gedanken begonnen und den Worten "Da müsste mal etwas gemacht werden" und endete nun mit einem herausgeputzten Torturm, in Originalfarbe und -stil. Dazu gesellen sich im Durchgang für Fußgänger neue Tafeln zur Geschichte von Heidelsheim. "8.000 Jahre auf 4,5 Metern", sagte Ruth Birkle, die sich um die historischen Fakten für die Tafeln bemüht hatte, um die Gestaltung und die Texte.

Die vorherige Renovierung des Torturmes datiert zurück ins Jahr 1970 und ist damit schon fast 50 Jahre her. Jahr für Jahr hatte die Substanz gelitten, bis sich eine Initiative des Turmes annahm einschließlich angrenzender Stadtmauer. "Aus Respekt vor dem historischen Erbe und aus Verantwortung für Heidelsheim haben wir uns an diese Sanierung gewagt", sagte Ortsvorsteherin Inge Schmidt. Allen voran war es die Bürgerwehr, die sich in besonderer Weise engagierte und mit handwerklichem Geschick sowie mit viel Liebe zum Objekt die Stadtmauer restaurierte. Michaela Seyfarth vom Bau- und Vermessungsamt der Stadt Bruchsal war stets kompetente und engagierte Ansprechpartnerin für die Bauleute. Am Turm selbst waren Firmen beteiligt zur Erneuerung des Dachstuhls, für Steinmetzarbeiten und für den Anstrich. "Die neue Farbe ist wieder die alte", sagte Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick. Ute Schlee, Restauratorin, hatte mit detektivischem Spürsinn bei ihren Farbuntersuchungen Reste eines alten historischen Anstrichs entdeckt, was nun zur neuen Farbgebung geführt hat. Durch die großzügige Unterstützung von der Bürgerstiftung, durch Mittel des Denkmalamtes und aus dem Haushalt der Stadt Bruchsal konnte man letztlich das Projekt umsetzen und auch bezahlen. "Die Bürgerstiftung ist in vielen Bereichen tätig, auch in dem des Denkmalschutzes", sagte Gilbert Bürk, Vorstand der Bürgerstiftung. "Uns liegen nicht nur die sozialen Nöte von Kindern und Familien am Herzen, sondern wir wollen auch, dass Bruchsal ein Gesicht hat, das man gerne anschaut." Valentin Gölz, ehemaliger Ortsvorsteher, bezeichnete die Arbeit am Turm, an der Stadtmauer und insbesondere an den Geschichtstafeln als einen Doppelpunkt für weiteres Bemühen um die Geschichte und das heutige Gesicht von Heidelsheim. Er hoffe, dass dieses "tolle Ergebnis" weitere Menschen motiviere mitzumachen.

 

 

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