Ausflug zu den blühenden Kirschbäumen im Heubühl mit sachkundiger Führung

Warnend lässt der Eichelhäher seinen kräftigen Warnruf erschallen als Katrin Dickgießer-Weiß mit Drittklässlern in den Projektegarten Heubühl kommt. Und schon wissen alle Tiere Bescheid, dass „Gefahr im Verzug“ ist. „Der Eichelhäher ist nämlich der Polizist in Feld und Flur“, erklärt die Streuobst-, Natur- und Umweltpädagogin den Kindern. „Er warnt mit seinem lauten Ruf alle anderen Tiere vor Eindringlingen.“

Die Bürgerstiftung Bruchsal ermöglicht auch in diesem Jahr wieder die Führungen im Heubühl mit Dickgießer-Weiß. „Wir wollen, dass Kinder die Natur mit ihren Jahreszeiten unmittelbar erleben können,“ sagt Gilbert Bürk vom Vorstand der Stiftung. „Nur was man kennt, schätzt man und schützt es.“ Selbst als Erwachsener lerne man bei diesen Streifzügen im Heubühl immer wieder etwas Neues dazu, sagt Bürk und ist beeindruckt von den Erläuterungen der Naturpädagogin. Die blühenden Kirschbäume im Heubühl waren die passende Kulisse. An diesem Anschauungsbeispiel erklärte Dickgießer-Weiß, wie Bäume sich in den Jahreszeiten verändern und wie sie Frucht bringen können, wie sie wachsen, aber auch was sie schädigen kann.

„Nur was man kennt, schätzt man und schützt es.“

Sie spielt den Kindern „vom Band“ die Stimmen der Vögel vor, die in den Bäumen des Heubühl nisten und erklärt deren Bedeutung. „Jetzt im Frühjahr werben die Männchen um die Weibchen und haben besonders ausgeprägte Rufe“, sagt sie. „Die Vögelmänner singen und die Vorgeldamen suchen sich dann den schönsten Sänger aus und gehen mit ihm auf Hochzeitreise.“ Spannend waren auch die dicken Hummeln, die eigentlich physikalisch gar nicht fliegen können. „Das wissen sie nur nicht und fliegen doch“, erklärt Dickgießer-Weiß. Die Kinder konnten dann beobachten, wie die Hummelköniginnen Löcher im Boden suchten, um dort einen neuen Staat aufzubauen. So gab es viele kleine Hinweise für das mannigfaltige Leben auf Streuobstwiesen. „Man muss sie nur erkennen und richtig deuten“, sagt die Naturpädagogin. Damit konnte sie die Kinder das eine ums andere Mal zum Staunen bringen und deren Augen zum Leuchten. „Damit wird genau unser Ziel erreicht“, sagt Bürk und will die Unterstützung dieser „Ausflüge zu Mutter Natur“ auch künftig fortsetzen.