„Sei höflich, wenn du einer Schnecke über die Straße helfen willst“

Beobachtungen auf dem Heubühl

Was kriecht, krabbelt und hüpft denn da auf der Wiese? Die Schulanfänger aus dem Kindergarten St. Anton waren auf dem Gelände des Heubühl diesen kleinen Lebewesen mit großem Eifer auf der Spur. Angeleitet von der Naturpädagogin Katrin Dickgießer-Weiß konnten sie mit ihrer „Forscherausrüstung“ so manche Entdeckung machen. Die Kinder sammelten die Tiere vorsichtig in kleinen durchsichtigen Behältern und konnten sie dann durch einen Lupendeckel genau betrachten.

Keine Scheu vor Asseln, Spinnen oder Käfern

Dabei gab es kein „Iiiih“ oder „Bääh“, selbst bei Asseln, Spinnen oder Käfern. Eher war zu hören: „Guck mal wieviel Beine der hat und welch zarte Flügel.“ Danach gaben ihnen die Kinder ihre Freiheit wieder auf der Wiese. Sie lernten auch, dass man sehr höflich sein muss, um einer Schnecke über die Straße zu helfen: „Erst anklopfen am Häuschen und dann wegtragen“, erklärte Dickgießer-Weiß. „So zieht sich die Schnecke zusammen und man kann sie leicht auf die andere Straßenseite setzen.“ Am Schluss noch ein wertvoller Reinigungstipp: Den Schleim von Nacktschnecken reibt man am besten mit Sand oder Erde ab. „Dann geht’s besser“, sagte die Expertin.

Leuchtende Augen vor lauter Entdeckerfreude

Die Kinder hatten an diesem Vormittag alle Hände voll zu tun und bekamen leuchtende Augen und rote Wangen bei all ihren Entdeckungen. Und genau das will die Bürgerstiftung mit ihren Heubühl-Aktionen erreichen, dass sich die Kinder der Natur nähern, Augen aufmachen und das Unscheinbare erkennen und schätzen lernen.

Das Unscheinbare erkennen

„Katrin Dickgießer-Weiß ist uns dabei als Naturpädagogin eine wertvolle und bewährte Hilfe“, sagt Gilbert Bürk vom Vorstand der Stiftung. „Sie kann die Kinder begeistern und ihnen die Augen öffnen für die Schönheiten der Schöpfung – Ganz in unserem Sinn.“ Das habe Langzeitwirkung.